Buchpremiere mit lustigsten Mitbringseln

Die Buchpremiere zum “Majusebetter!” fand am 8. November im Pfarrsaal Bernkastel-Wehlen statt. Das Wehlener Bücherei-Team um Christiane Dillinger hatte den Abend mit großem Einsatz vorbereitet: Plakate entworfen, Stühle gerückt, den Raum dekoriert, Wein herbeigeschleppt und für musikalische Begleitung gesorgt! Die Wehlener Ortsvorsteherin Gertrud Weydert eröffnete die Veranstaltung mit einer Rede und einer kleinen Hommage auf mein erstes Buch, den „Kaffee zum Mitholen“ – und ich war ganz gerührt! Meine anschließende Lesung aus dem „Majusebetter!“ wurde durch den Saxophonisten Achim Kerpen bereichert. Auf einem Instrument aus den 1930er Jahren spielte er Chansons und Jazz-Standards, bei denen die Zuhörer ganz hingerissen mit den Füßen wippten. Der Höhepunkt des musikalischen Teils war „Mack the knife“, die Interpretation eines Stücks aus der Dreigroschenoper.

Ich habe in Wehlen unzählige Bücher signiert, von denen sich viele auf den Weg zu Moselfranken machen, die in die Welt gezogen sind. Einige Besucher teilten wieder tolle Ideen und Beobachtungen mit mir. Dazu bekam ich auch zwei sehr lustige Mitbringsel.

Herbert Weber vom Radsportclub Erden hatte das moselfränkisch inspirierte Trikot seines Vereins zur Lesung mitgebracht und schenkte mir die folgenden Fotos (Achten Sie auf den Schriftzug!):

Wie Sie sehen: Die Erdener Radfahrer fahren MOOL ROFF (Mòòl róff), also „Mal hinauf“ und MOOL ROOF (Mòòl ròòf), also “Mal hinunter”. Wer mehr über die besonderen Ortsbezeichnungen „róff“ und „ròòf“ wissen will, sollte einmal einen Blick in die Lektion 33 meines Buchs werfen.

Andere brachten mir selbst geschriebene Gedichte auf Platt mit. Arno Schneiders aus Kröv drückte mir einen kleinen Text in die Hand. Thema: Ich.

– Daat Traise Iwonn soll en Dokdisch säi, oss daat rischdisch?
– Jòò, äwwa kään rischdisch!
– Wie määnstde daat?
– Wenn en rischdisch Dokdisch äpbes offschräiwt, daa hellefdet da vläischt off de Bään. Wemm elòò de Dokdisch äpbes offschräiwt, da laachsde disch duudséscha kabott!

Ich musste mich über das Textchen „kabott“ lachen 🙂

Fazit der Buchpremiere: Schön war es in Wehlen!